Moderne Gebäudetechnik spart Energiekosten ein und erhöht gleichzeitig Komfort und Sicherheit. Dies sind die Gründe, warum das intelligente Zuhause – das Smart home – gerade einen Boom erlebt. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die automatische Klimaregelung. Diese hat ihren eigentlichen Ursprung im Wintergartenbau!

Der spezielle Raum mit seinen großen Glasflächen kann nur dann als Wohnbereich genutzt werden, wenn er ganztägig immer wieder belüftet, vor der Sonne geschützt und beheizt wird. Und wer noch nicht im Smart home wohnt, der nimmt einfach den Wintergarten als Ausgangspunkt.

Sonnenschutz smart steuern

Im Wohnwintergarten ist die automatische Klimasteuerung, mit der man die installierte Technik 24 Stunden am Tag im Griff hat, bereits seit vielen Jahren Standard. Hierbei kommt dem Sonnenschutz eine besondere Bedeutung zu. Durch Abschattung des Wintergartens wird im Sommer zu große Wärmeentwicklung vermieden.

Um dennoch ausreichend Tageslicht im Raum zu haben, geht die Steuerung ins Detail. Moderne Systeme wie die WS1000 Style von Elsner Elektronik kennen den Sonnenstand genau. Sie schließen die Jalousien, Rollläden oder Markisen nur auf der Sonnenseite und kennen zusätzlich die Sonnenhöhe. Damit können die Lamellen von Jalousien im Tagesverlauf variabel gekippt und so der Sonne nachgeführt werden. Hitze wird ausgesperrt, aber Tageslicht und Aussicht bleiben erhalten.

Beschattung an Raumtemperatur koppeln

Wer sich tagsüber im Wintergarten aufhält, der weiß die Beschattung auch als Blendschutz zu schätzen. Hierfür ist die automatische Sonnenschutzoptimierung ideal. Abends hingegen sollen die Behänge vor neugierigen Blicken schützen, egal ob Jalousie oder Rollladen. Darum fährt das Steuerungssystem die Beschattungen auf Wunsch auch zeitgesteuert oder bei Dunkelheit herunter.

Beim Thema Sonnenschutz denkt zunächst niemand an den Winter. Die Steuerung hat jedoch auch in der kalten Jahreszeit eine wichtige Funktion! Die Beschattung ist an die Raumtemperatur gekoppelt und lässt die Sonne als kostenlose Wärmequelle so lange hereinscheinen, bis die gewünschte Temperatur erreicht ist. Erst dannn fährt die Beschattung entsprechend des Sonnenstandes aus.

Prima Klima dank Luftregulierung

Das Einsparpotenzial für Heizenergie ist gerade bei großen Glasflächen enorm! So muss die Heizung im Wintergarten nur an trüben Tagen arbeiten, wobei die bedarfsgerechte Heizungssteuerung ebenfalls über das Steuerungssystem erfolgt.

Ein weiterer wichtiger Raumklimafaktor ist die Luftqualität. Lüften kühlt im Sommer, besonders nachts. Zusätzlich werden beim Lüften der Feuchtigkeits- und der CO2-Gehalt der Luft reguliert. Denn auch wenn es uns meist nicht auffällt: Sobald Menschen im Raum sind, ist die Luft ohne Frischluftzufuhr schnell verbraucht. Gut wenn die Sensoren der Steuerung alle relevanten Daten messen und durch automatisches Lüften die Luftqualität nachkorrigiert wird.

Gelüftet wird im Wintergarten über Fenster oder aber über Lüftungsgeräte, die auch bei Regenwetter für kontinuierlich gute Luft sorgen. Speziell für Wintergärten konstruiert sind das Abluft- und Umluftgerät WL800 und das Zuluftgerät WL-Z von Elsner Elektronik.

Integrierter Einbruchschutz

Bauartbedingt bieten die Lüfter Einbrechern keine Chance auf einen Einstieg und halten bei Bedarf Pollen oder Insekten fern. Das Einbruchrisiko kann auch bei Fenstern gesenkt werden, wenn ein installierter Bewegungsmelder dem Steuerungssystem WS1000 Style signalisiert, dass ungebetener Besuch ansteht. Automatisierte Fenster bekommen dann umgehend das Signal zum Schließen.

Ein wichtiges Sicherheitsthema ist auch die Warnung im Brandfall. Rauchmelder können in das Steuerungssystem eingebunden werden. So haben Sie nicht nur das vorgeschriebene Alarmsignal des Melders, sondern die Steuerung fährt bei Alarm automatisch alle Beschattungen hoch, um Fluchtwege zu räumen und öffnet Fenster für den lebensrettenden Rauchabzug.

Vom Glashaus lernen

Wenn im Wintergarten alles perfekt läuft, kann der Rest des Hauses in Angriff genommen werden. Sicher gibt es auch hier Ansatzpunkte: Elektrische Rollläden in Küche, Schlaf- und Kinderzimmer könnten als Sonnenschutz verwendet werden. Auf dem Balkon gibt es eine motorbetriebene Markise, die vor Regen und Wind geschützt werden kann. Eine gute Ausleuchtung von Einfahrt oder Eingangsbereich bei Dunkelheit kann vor Unfällen schützen.

Ideal ist es, wenn diese Motoren und Verbraucher über Funk-Module ganz einfach in die Automatik-Steuerung mit einbezogen werden können! Und zwar direkt bei der Errichtung des Wintergartens, oder auch erst nachträglich, wenn die Ansprüche an Wohnkomfort und Sicherheit steigen und neue Ideen im Haus umgesetzt werden sollen.

Fix manuell eingreifen

Dafür hat die WS1000 Style 32 Funk-Kanäle. Genug Platz also für Funk-Anschluss-Module, aber auch für weitere Raum-Sensoren oder zusätzliche Bedienelemente. Denn selbstverständlich geht es nicht nur um die Automatikfunktionen, sondern auch die manuelle Bedienung soll einfach und bequem sein.

Das Touch-Display ist dabei die zentrale Anlaufstelle für spontanes Bedienen der Technik von Hand und für die individuelle Anpassung der Automatik. Im gesamten Haus können zusätzlich reguläre Wandtaster, Funk-Taster oder auch eine Fernbedienung genutzt werden.

Und im Smart home arbeitet die Steuerung von Elsner mit dem verbreiteten Bus-System KNX zusammen. Dafür wird eine zusätzliche Schnittstelle verwendet, die auch nachgerüstet werden kann. So können Wintergarten und Haus separat installiert werden, arbeiten bei der Automation aber Hand in Hand.