Wir alle nutzen es reichlich und wollen dennoch bei der Erzeugung von Warmwasser sparen – für den Klima- und Ressourcenschutz und ein „Mehr“ in unserem Geldbeutel. In vielen Haushalten übernehmen deshalb dezentrale Durchlauferhitzer oder Kleinspeicher die energieeffiziente Warmwasserbereitung. Ihre Vorteile: Sie passen überall, sind preisgünstig zu installieren, stellen das Wasser ohne Wartezeit zur Verfügung und vermeiden durch kurze Leitungen Wärmeverluste sowie unnötige Wasservorläufe. Dadurch sinken Wasser- und Energieverbrauch beachtlich. Erst recht, weil dezentrale Geräte das Wasser völlig unabhängig von der Heizungsanlage erwärmen, die in den Sommermonaten komplett abgeschaltet werden kann.

Die wartungsfreien Warmwasserbereiter sparen aber nicht nur langfristig Betriebskosten ein, auch die Trinkwasserhygiene ist sichergestellt. So manche Frage müssen Installateur und Bauherr jedoch im Vorfeld klären, um für jede Anwendung und örtliche Gegebenheit das richtige Modell zu finden. Acht häufige Fragen hat AEG Haustechnik zusammengestellt und liefert hierzu die Antworten:

Für welchen Einsatzbereich eignet sich welches Warmwassergerät?
Zum Händewaschen reichen in der Regel 38 °C und zum Duschen 39 bis 42 °C aus. An der Küchenspüle sorgen 55 bis 65 °C für sauberes Geschirr und zum Putzen wird maximal 85° C heißes Wasser genutzt (hohe Mischwassermenge). Dementsprechend unterschiedlich ist auch die Leistung dezentraler Warmwasserbereiter: Klein-Durchlauferhitzer liefern mit 3,5 bis 6,5 kW fürs Handwaschbecken ausreichend warmes Wasser, Kompakt-Durchlauferhitzer mit 11,5 bis 13,5 kW passen optimal unter die Küchenspüle und bieten den bedarfsgerechten Warmwasserkomfort bis 60 °C. Größere Durchlauferhitzer mit Leistungen von 18 bis 27 kW versorgen die Zapfstellen im Bad. Kleinspeicher bereiten Heißwasser bis zur eingestellten Temperaturgrenze, maximal bis 85 °C.

Was bedeutet Einzel-, Gruppen- und Zentralversorgung?
Entlegene Entnahmestellen, z.B. in einem Gäste-WC, werden am besten einzeln versorgt, d.h. ein Durchlauferhitzer oder Kleinspeicher stellt das Wasser für eine Entnahmestelle bereit. Mehrere nah beieinander liegende Entnahmestellen, z.B. Dusche und Waschtisch im Bad, werden bei der Gruppenversorgung von einem geschlossenen Warmwasserbereiter auf kurzen Leitungswegen versorgt. Bei der zentralen Warmwasserbereitung werden alle Zapfstellen eines Hauses von einer zentralen Heizanlage oder Trinkwasserwärmepumpe über einen Warmwasserspeicher und zwei getrennte Wasserleitungsnetze für Kaltwasser und Warmwasser gespeist.

Warum sind elektronische Durchlauferhitzer hydraulischen Durchlauferhitzern vorzuziehen? Worin besteht der Unterschied?
Elektronische Durchlauferhitzer sind zwar in der Anschaffung teurer als ihre hydraulischen Pendants, sparen jedoch im Betrieb bis zu 30 Prozent Strom ein – Tag für Tag, Jahr für Jahr. Zudem bleibt die Warmwassertemperatur aufgrund der Elektronik sehr stabil, oft gradgenau, während hydraulische Geräte sehr häufig an der Mischbatterie nachgeregelt werden müssen, weil es durch wechselnde Entnahmemengen zu Temperaturschwankungen kommt. Dabei besteht oftmals Verbrühungsgefahr. Vollelektronische Durchlauferhitzer hingegen bieten den optimalen, gleichbleibenden Warmwasserkomfort. Dabei können sogar mehrere Zapfstellen gleichzeitig genutzt werden.

Bei der eingesetzten Elektronik gibt es Unterschiede. Worin unterscheiden sich vollelektronische bzw. elektronisch geregelte Durchlauferhitzer von teilelektronischen bzw. elektronisch gesteuerten Durchlauferhitzern?
Elektronisch gesteuerte Durchlauferhitzer prüfen mit Sensoren die durchlaufende Wassermenge und die Kaltwassertemperatur. Anhand dieser Messwerte ermittelt die Elektronik die erforderliche Leistung und passt sie an, maximal bis zur Leistungsgrenze. Dabei wird eine bestimmte Durchflussmenge um eine bestimmte Gradzahl erwärmt. Die Ausgangstemperatur des Warmwassers wird dabei aber nicht überprüft.
Ein vollelektronischer bzw. elektronisch geregelter Durchlauferhitzer hingegen prüft zusätzlich zu den genannten Werten auch die Temperatur des ausströmenden warmen Wassers und kontrolliert, ob die Heizleistung korrekt ist. Bei Abweichungen steigert oder senkt ein vollelektronischer Durchlauferhitzer seine Leistung entsprechend – automatisch und sekundenschnell. Fazit: Die Warmwassertemperatur bleibt stabil und bietet somit einen hohen Verbrühungsschutz, es kommt zu keinen Temperaturschwankungen und ein größtmöglicher Warmwasserkomfort wird bis zur Leistungsgrenze garantiert. Beim vollelektronischen AEG Durchlauferhitzer DDLE ÖKO ThermoDrive wird mit einem Stellmotor intern die Wassermenge gedrosselt, um permanent eine gradgenaue Wassertemperatur bereitzustellen.

Wann kommt ein offener, wann ein geschlossener Durchlauferhitzer zum Einsatz? Worin besteht der Unterschied?
Welche Variante zum Einsatz kommt, entscheiden die baulichen Gegebenheiten vor Ort. Es gibt sowohl Durchlauferhitzer als auch Kleinspeicher sowie Stand- und Wandspeicher, die offen oder geschlossen sind. Offene Geräte versorgen verbrauchsnah eine Entnahmestelle, z.B. unter der Küchenspüle oder am Waschtisch. Zum Einsatz kommt bei offenen Warmwasserbereitern eine Niederdruck-Armatur mit drei Anschlussschläuchen. Geschlossene Warmwassergeräte mit nur zwei Anschlüssen versorgen meist mehrere Entnahmestellen in einer Wohnung. Die Geräte sind druckfest und werden deshalb mit handelsüblichen Armaturen betrieben. Bei druckfesten Warmwasserspeichern wird ein zusätzliches Sicherheitsventil benötigt, das das Ausdehnungswasser separat abführt und vor Überdruck schützt.

Wie energieeffizient ist ein dezentrales Warmwassergerät wirklich?
Wo keine Warmwassertemperaturen über 60 °C erforderlich sind und das Anschaffungsbudget es zulässt, dort ist ein Durchlauferhitzer in jedem Fall einem Kleinspeicher vorzuziehen. Weil er das Warmwasser direkt im Durchfluss erwärmt und es nicht bevorratet, ist der Durchlauferhitzer hocheffizient und hat einen Wirkungsgrad von nahezu 100 Prozent. Anders als beim Kleinspeicher verbraucht er keine Bereitschaftsenergie. Durch die kurze Leitungsführung zur Zapfstelle entstehen keine Wärmeverluste, es geht nahezu keine Energie verloren. Einige Modelle ermöglichen zudem Spezialeinstellungen wie ein Eco-Programm. Wenn eine Badewanne zum Haushalt zählt, so kann entweder ein leistungsstarker 24 kW-Durchlauferhitzer oder ein Wand- oder Standspeicher die dezentrale Warmwasserbereitung übernehmen.

Was ist bei der Montage und Platzierung dezentraler Warmwassergeräte zu beachten?
Durchlauferhitzer und Kleinspeicher passen überall. Sie können an jedem Ort schnell, sauber und ohne viel Aufwand installiert werden. Durchlauferhitzer sollten der Schutzart IP 25, Kleinspeicher IP 24 entsprechen – damit ist die Montage im Bad erlaubt. Klein-Durchlauferhitzer bis 3,5 kW kommen mit einer 230 V-Steckdose aus, leistungsstärkere Warmwasserbereiter benötigen einen 230 V- oder 400 V-Festanschluss. Modelle mit Fernbedienung, beispielsweise der AEG Kompakt-Durchlauferhitzer 11/13 FB, erleichtern die Bedienung für bewegungseingeschränkte Menschen, z.B. die Anpassung der Wassertemperatur. Geräte mit umschaltbarer Leistung bieten den Vorteil, dass der Fachhandwerker vor Ort bestimmt, welche Leistungsgröße genutzt wird – 18, 21 oder 24 kW. Auch sollten dezentrale Warmwasserbereiter möglichst leicht und sicher montiert werden können. Bei den AEG Durchlauferhitzern ist alles auf ein einfaches und schnelles Handling ausgelegt. Jedes technische Detail ist durchdacht, sodass Installateure auch unter Zeitdruck auf Anhieb zurechtkommen. Dabei sind die Warmwasserbereiter mit nahezu allen Markengeräten kompatibel, was den Austausch vereinfacht. Alle AEG Durchlauferhitzer verfügen über die einfache Montage- und Anschlusstechnik, biegsame Leitungen für den Wasseranschluss und einen flexiblen Elektroanschluss.
Welche Möglichkeit der Einbindung umweltfreundlicher Technologien bestehen? Einige elektronisch geregelte Durchlauferhitzer bieten die Möglichkeit mit vorgewärmtem Wasser zu arbeiten. So kann dieser beispielsweise problemlos in eine Solaranlage eingebunden werden oder eine Wärmepumpe übernimmt die umweltgerechte Vorerwärmung des Trinkwassers. Wer mit einer PV-Anlage Strom erzeugt und diesen im Haushalt nutzt, kann mit dezentralen Warmwasserbereitern den Eigenverbrauch steigern. Die Nutzung von Umweltwärme zur Warmwasserbereitung wirkt sich in jedem Fall einmal mehr auf die Bewertung im Energieausweis und auf die CO2-Bilanz aus.

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