Genau so sah das ehemalige Bad eines Einfamilienhauses aus dem Jahre 1978 im oberbayerischen Kipfenberg aus. Knapp 13 Quadratmeter Bad-Design, das vor einem Vierteljahrhundert als stylisch galt. Obwohl die altbackene Optik die Besitzer schon länger störte und ein zeitgemäßes, modernes Ambiente geplant war, gab letztlich die Funktionalität den Ausschlag für eine rasche Badrenovierung. Das ältere Ehepaar benötigte dringend eine Dusche, da sich der Ein- und Ausstieg aus der Badewanne immer mehr zum Hindernisparcours entwickelte.

Eine Dusche und ein ganz neues Bad mussten her. Design, Planung und Umsetzung sollte alles aus einer Hand erfolgen. Die Hausbesitzer wollten eine möglichst rasche und transparente Renovierung, ohne große Zeitverluste.

Die Lösung: die Badexperten der Schreinerei Mayer aus Kipfenberg. Das Team gilt vor allem bei der Verarbeitung von Mineralwerkstoff als gefragte Adresse. Da die Hausherrin ein besonders pflegeleichtes, hygienisches und trotzdem modernes Bad wollte, fiel bereits bei der ersten Bemusterung die Materialentscheidung. Der Mineralwerkstoff HI-MACS® aus dem Hause Klöpfer Surfaces sollte es werden. Die Planung war ebenfalls schnell erstellt: Eine großzügige Dusche direkt gegenüber der Eintrittstür, eine neue Badewanne und neue Badmöbel waren nötig. Was im ersten Moment einfach klingt, wurde mit viel handwerklicher Tüftelei und raffinierten Elementen realisiert. Auf den ersten Blick ein sehr geradliniges, modernes Bad, das auch im Detail mit echter Handwerkskunst überzeugt.

So zum Beispiel die Dusche, raumhoch mit beigem Mineralwerkstoff verkleidet und weißem HI-MACS am Boden kombiniert. Der Clou: die flexible Glastür mit Hebe-Senk-Mechanismus. Zum einen schließt die Glastür im Senkvorgang selbstständig nach unten zum Boden ab, zum anderen erlaubt die Pendeltürfunktion das Öffnen der Tür nach Innen und Außen. Diese variable Einstellung des Öffnungswinkels nutzt den gegebenen Platz bei geschlossener und offener Zimmertür optimal aus. Gleichzeitig wurden die Beschläge außen angebracht, so dass die Glasfläche zur Dusche hin problemlos gereinigt werden kann. Die Regenkopfbrause samt Designerarmatur führt die geradlinige Optik der Glastür fort.

Das Beige nicht gleich Beige ist beweist „Babylon Beige“ von HI-MACS®. Der beste Beweis, dass dieser Farbton modern wirken kann. Vor allem im Zusammenspiel mit klarem Weiß, eine zeitlose Wahl. Dies ist eine weitere Besonderheit, der zweigeteilte Boden – im vorderen Bereich Vinyl in Holzoptik und weißes HI-MACS® im Nassbereich. Der Mineralwerk­stoff zieht sich von der Toilette über den Wannenein- und ausstieg bis zum Duschbereich. Da HI-MACS® absolut wasserresistent ist und Feuchtigkeit dem Material nichts anhaben kann, die ideale Wahl.

Im Duschbereich wurde der Boden mit einer entsprechenden Neigung verlegt, um das Wasser automatisch in den flächenbündig integrierten Ablauf zu führen. Eine 1,80 x 0,80 m große Standardwanne wurde komplett in Mineralwerk­stoff eingefasst. Zur Dusche hin findet sich ein weiteres Highlight: ein integriertes Kneipp-Becken. Das 80 x 80 cm große Kneipp-Becken inklusive Sitzfläche wird durch eine Griffmulde im unteren Bereich geöffnet. Mittels einer einfachen Abtrennung kann das Becken in einen Kalt- und Warmwasserbereich getrennt werden. Ohne diese Abtrennung dient das Becken als einfaches Fußwaschbecken, wenn es mal schnell gehen soll. Zwei Armaturen für Kalt- und Warmwasser sowie ein Abflussventil erleichtern die zweifache Nutzung. Im geschlossenen Zustand wirkt der Anbau wie eine Badewannenablage, ein großes Ganzes, ohne störende Fugen. Dank der nahtlosen Verbindung selbst größerer Flächen, ist HI-MACS® für solche Anwendungen prädestiniert. Scharniere, die im geschlossenen Zustand unsichtbar sind, wurden flächenbündig in die Deckel-Kanten eingearbeitet. Am anderen Ende der eingefassten Badewanne wurde ein weiteres Stauraumelement eingebaut. Ein flächenbündig integrierter Schubkasten mit Front in Holzoptik. Hier bewahren die Besitzer Toilettenartikel auf, denn direkt im Anschluss folgt die Toilette, genauer, eine Washlet Toilette, deren weißes, abgerundetes Design perfekt zum Raumambiente passt. Ein, mit Mineralwerkstoff verkleideter Vorsprung, bietet Platz für Dekoration.

Die Zweiteilung der Farbgestaltung findet sich auch an der Wand. Bis zu einer Höhe von 1,25 m wurde der beige Mineralwerkstoff verlegt, um die Wände optimal zu schützen. Die Installation für Wasser, Heizung sowie die Armaturen übernahm der Installationspartner der Roth GmbH. Zusammen mit dem Mayer Team arbeiteten sie Hand in Hand. Auf der gegenüberliegenden Raumseite findet sich genau wie früher das Badmöbel, allerdings in ganz anderer Optik. Das zweifarbig gestaltete Möbel bietet viel Staufläche für Handtücher & Co. Bestehend aus einem großen Hängeschrank mit drei Drehtüren, einem darunter liegenden, schwebendem Sideboard, ebenfalls mit drei Schubladen, sowie einem Waschtisch inklusive Ablageboard unter dem flächenbündig in den Mineralwerkstoff eingefügten Spiegel. Die Fronten und Seiten nehmen den Holzton des Bodens auf. Die „Wärme“ des Eichenholzes kommt besonders durch die Kombination mit weißem Schichtstoff und weißem HI-MACS® zur Geltung. In den Waschbeckenunterbau wurde eine zusätzliche Schublade integriert.

Dank griffloser Tip-ON Öffnungsunterstützung wirkt das gesamte Möbelelement sehr dezent und edel – große, ebene Flächen die sich trotz ihrer umfangreichen Maße fast schon zurückhaltend in den Raum fügen. Die Rückwand, ebenfalls aus beigem Mineralwerkstoff ist pflegeleicht, unempfindlich und edel anmutend, genau wie die Hausherrin sich das wünschte.

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