Dadurch verzichten sie jedoch auf zahlreiche Annehmlichkeiten, die ihnen eine moderne Sanitärausstattung bieten kann. Zahlreiche Beispiele geben Einblick in die Gestaltungsmöglichkeiten mit Strom: Eine Geruchsabsaugung am WC neutralisiert schlechte Gerüche, bevor sie sich im Raum ausbreiten können, ein Dusch-WC reinigt den Intimbereich nach dem Toilettengang mit Wasser und sorgt für ein Gefühl wie frisch geduscht, ein intelligentes Lichtkonzept mit Raumlicht, Stimmungslicht und Ausleuchtung im Nahbereich am Waschplatz sorgt für die passende Beleuchtung in jedem Bad. Fachgerecht verlegter Strom ist auch in feuchter Umgebung kein Übel, sondern eröffnet ungeahnten Komfort. Viele Annehmlichkeiten im Bad erfordern einen Stromanschluss.

Bei Neubau oder Sanierung sollten sich Bauherren daher vom Sanitär- und Elektroprofi beraten lassen, an welchen Stellen Elektroanschlüsse sinnvoll sind und in welcher Anzahl sie benötigt werden. Die Zusammenarbeit mit dem Elektro- und Sanitärhandwerk ist entscheidend: Denn wer heute schon an morgen denkt, kann Geld sparen, indem er bereits vorsorgliche Maßnahmen trifft. Ein Stromanschluss am WC sollte heute schon zur Standardausstattung zählen oder zumindest vorgesehen werden.

So kann beispielsweise eine Geruchsabsaugung auch zu einem späteren Zeitpunkt nachgerüstet werden. Sie neutralisiert schlechte Gerüche beim Toilettengang und ist besonders praktisch, wenn mehrere Personen nacheinander das Bad nutzen. Der leise Lüfter des Geberit DuoFresh Moduls saugt die belastete Luft direkt aus der WC-Keramik über das Zulaufrohr des Unterputz-Spülkastens ab und leitet sie, gereinigt durch einen Keramikwabenfilter, wieder zurück ins Bad. So bleibt die Luft stets frisch – auch für den nächsten Badnutzer. Geberit DuoFresh gibt es in zwei unterschiedlichen Ausführungen: eine klassische Variante, die über einen externen Schalter, wie beispielsweise den Lichtschalter, von Hand aktiviert wird und eine Comfort-Variante, bei der über eine eingebaute Benutzererkennung die Geruchsabsaugung automatisiert startet. Als weitere Highlights enthält die Comfort-Variante ein Orientierungslicht am Einbaurahmen und eine Bluetooth-Schnittstelle.

Wer statt eines herkömmlichen WCs auf mehr Komfort und Hygiene setzt, wählt ein Dusch-WC. Es kombiniert die Funktionen von WC und Bidet und reinigt den Intimbereich auf Knopfdruck mit körperwarmem Wasser. Voraussetzung ist neben dem bereits vorhandenen Wasser- auch ein Stromanschluss. Wenn bereits bei der Installation des Unterputz-Spülkastens eine Stromleitung über ein Elektroinstallationsrohr (Wellrohr) zum WC gelegt wird, ist der Einbau eines Dusch-WCs durch den Sanitärprofi ganz leicht. Hersteller wie Geberit bieten dafür geeignete WC-Elemente. Bei Bedarf kann das Dusch-WC hier sicher und zuverlässig an den Elektroanschluss angeschlossen werden. Die drei Dusch-WC Modelle Geberit AquaClean Tuma, Sela und Mera bieten dem Nutzer – je nach Ausführung – nicht nur die komfortable Reinigung mit Wasser, sondern noch weitere Annehmlichkeiten: Das reicht von einer integrierten Geruchsabsaugung über einen Warmluftföhn zum Trocknen des Pos und einen beheizbaren WC-Sitz bis hin zum integrierten Orientierungslicht und einer Automatikfunktion zum Öffnen und Schließen des WC-Deckels.

Gut zu wissen: Wer in einer Mietwohnung lebt, muss auf den Komfort eines Dusch-WCs nicht verzichten. Das Modell Geberit AquaClean Tuma gibt es auch als Aufsatzvariante. Sie wird einfach anstelle des WC-Sitzes auf die bestehende WC-Keramik montiert und kann bei einem Umzug rückstandslos wieder entfernt werden. Doch auch hier wird ein Stromanschluss in WC-Nähe benötigt. Die WC-Spülung betätigen, ohne sie anzufassen? Auch das ist mit Strom möglich. Die elegante WC-Betätigungsplatte Geberit Sigma80 beispielsweise funktioniert per Infrarotsensor und damit ohne Berührung: Nähert sich der Nutzer dem WC, sind zwei LED-Lichtbalken zu erkennen – einer ist für die große und einer für die kleine Spülmenge zuständig. Der Nutzer löst die Spülung mit einer lockeren Handbewegung vor dem entsprechenden LED-Lichtbalken aus. Das erhöht den Komfort und ist gleichzeitig hygienisch, denn die Betätigungsplatte muss nicht berührt werden.

Nicht nur am WC, auch am Waschplatz bringen Stromanschlüsse entscheidende Vorteile mit sich: Der Anschluss für die Badbeleuchtung gehört zum Standard. Wer darüber hinaus mit Lichtspiegeln und beleuchteten Spiegelschränken das Bad in Szene setzen möchte, der sollte die notwendigen Elektroleitungen legen lassen. Ein ausgearbeitetes Lichtkonzept berücksichtigt nicht nur die allgemeine Raumbeleuchtung, sondern auch die Beleuchtung im Nahbereich am Waschplatz sowie die Ausleuchtung von Möbelauszügen, beispielsweise des Waschtischunterschranks. Es empfiehlt sich zudem am Waschplatz ausreichend Steckdosen für elektrische Zahnbürsten, Haartrockner und Rasierapparat einzuplanen sowie bei Bedarf auch einen USB-Anschluss für Smartphone, Tablet und ähnliche Geräte. Mit der Zeit gehen, heißt vorsorgen, um Komfortfunktionen im Bad uneingeschränkt nutzen zu können. Eine vorausschauende Elektroplanung liefert die Grundlage dafür.

Zu guter Letzt fallen Elektroinstallationsrohre, die vorsorglich hinter der Wand verlegt wurden, nicht auf. Sie sind aber bei Bedarf schnell vorhanden, um nachträglich Elektrokabel durchzuziehen.

Es lohnt sich also, den Anschluss nicht zu verpassen – auch für die Brieftasche!

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