Ab März 2021 werden Kühlschränke, Waschmaschinen, Wäschetrockner und Geschirrspüler mit einem neuen Energieetikett ausgewiesen. Die „Plusklassen“ verschwinden und die Skala reicht wieder von A bis G. Die Effizienzklasse A bleibt aber zunächst frei.

Dieses Vakuum am oberen Ende der Skala soll Anreiz für die Hersteller sein, um durch weitere Innovationen in den nächsten Jahren wieder in die Spitzenklasse zu kommen. Die bekannte Farbabstufung von Rot bis Dunkelgrün bleibt in neuem Design erhalten. Bestandteil der Etiketten wird ein QR-Code: So ist es künftig möglich, mit einem Smartphone zusätzliche Informationen zum jeweiligen Gerät auszulesen.

Weniger Strom und Wasser
Mit dieser EU-Neuregelung unter Mitwirkung der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) soll der Verbrauch von Strom und Wasser weiter gesenkt und die Idee der Kreislaufwirtschaft gestärkt werden. „Die Ökodesign-Richtlinie ist nach wie vor eine europäische Erfolgsgeschichte im Hinblick auf Energieeinsparungen und nun auch bezüglich Ressourceneffizienz. Die neuen ehrgeizigen Anforderungen sorgen dafür, dass alle Akteure in der Europäischen Union nach den gleichen Regeln handeln und die Kreislaufwirtschaft vorangetrieben wird“, wird Dr. Floris Akkerman, Leiter des Referates Ökodesign und Energieverbrauchskennzeichnung an der BAM, zitiert.

Geräte sollen länger halten
Die neuen Ökodesign-Regelungen umfassen erstmals auch Anforderungen an die Reparatur- und Recyclingfähigkeit. Dadurch soll die Lebensdauer der Geräte verlängert sowie ihre Wartung, Wiederverwendung und Verwertung erleichtert werden. Die Hersteller müssen zudem viele Ersatzteile bis zu zehn Jahre nach dem letzten Inverkehrbringen eines Modells vorhalten, ebenso die Reparaturanleitungen.
Nach Schätzung der EU-Kommission werden durch die Neuregelungen bis 2030 pro Jahr rund 167 Terawattstunden Energie eingespart. Das entspricht dem Jahresverbrauch Dänemarks oder über 46 Millionen Tonnen CO2.

www.bam.de