Die Fakten des Baus: Schlüsselfertige Holzständerbauweise nach KfW40 Standard und in attraktivem Design. Photovoltaik zur Energieerzeugung und Warmwasseraufbereitung inkl. Energiespeicher gehören ebenso zum Hauskonzept wie viele weitere, energetische Ausstattungselemente. Bei der Planung des „intelligenten Wohnens“ stand das Benutzerverhalten im Fokus. Mit 340 qm Wohnfläche inkl. Einliegerwohnung und fünf Personen im Haushalt gab es viele Wünsche und Ansprüche zu berücksichtigen. Prof. Dr. Helmuth Gesch ist nicht nur der Bauherr des Hauses, er ist auch Berater zum Thema energieeffizientes Bauen und Experte für den erfolgreichen Markt-Eintritt im südostasiatischen Raum. Als Physiker und Messtechniker aus Leidenschaft ist er zudem Profi der smart-home Branche.

inwohnen: Wie kam es zum Entschluss einer Haussteuerung in Ihrem Neubau?
Das war von Anfang an klar. Ich wollte eine komplette Haussteuerung über ein Bus-System, um unser Haus weitgehend automatisch steuern zu können, allerdings nicht als eingefrorenen Zustand, sondern immer wieder erweiterbar.

inwohnen: Warum über ein Bus-System?
Einfach weil es viel zuverlässiger ist als Funklösungen. Schalter, Steckdosen und Sensoren werden direkt mit der smarthome-Verkabelung verbunden. Netzstörungen, egal aus welchen Gründen, haben keine Auswirkungen auf meine angeschlossenen Geräte. Alle installierten, elektrischen Geräte sind in die hausinterne Verkabelung eingebunden. Bei einem Neubau ist das heutzutage eigentlich keine Frage mehr.

inwohnen: Für welches Bus-System haben Sie sich entschieden?
Es gibt ja einige am Markt. Bei der Wahl spielten vor allem die Themen Zuverlässigkeit und Langfristigkeit eine Rolle. Das sogenannte KNX-System gilt ja branchenweit als das System für zukunftsfähiges intelligentes Wohnen. Es hat sich schon Jahrzehnte bewährt, ist genormt und extrem zuverlässig, und ich kann unterschiedlichste Steuerungsfunktionen von einer Vielzahl von Anbietern anschließen, egal ob Lampen, Heizungssystemen oder Jalousien. Was damit noch nicht klar war, welche Komponenten angeschlossen werden sollten, also welche Aktoren und welche Sensoren wofür wichtig sind.

inwohnen: Für welche Komponenten haben Sie sich entschieden?
Wir sind damals gemeinsam mit Herrn Rieder durch den Rohbau gegangen und innerhalb von zwei Stunden standen alle Sensoren fest. Angefangen bei einem Schalter mit dem alle Lichter im Haus an- und ausgehen, Wärmemengenmessgeräte und Strommessstellen für die Bestimmung der Energiewerte im Haus, Jalousiesteuerung im gesamten Haus, vier Schalter die speziell auf Szenarien wie Urlaub, volle Sonne etc. reagieren. Gesteuert wird das alles über Touch-Displays in den Geschossen und natürlich unsere Tablets.

inwohnen: Wie haben Sie diese Entscheidungen getroffen?
Unser Elektrotechniker, Christian Rieder von der Ludwig Rieder GmbH, kannte sich zum Glück sehr gut aus, aus. Natürlich habe ich durch meine berufliche Tätigkeit schon einiges an Vorwissen und ich habe mich auch selbst über viele Details schlau gemacht. Nach den aktuellen Möglichkeiten am Markt gesucht und geschaut, was andere haben und warum.

iwohnen: Mit welcher Intention?
Ein moderndes KW40-Haus mit effizienter Steuerung zu bauen. Und ein Haus ist heute nur mit einer entsprechenden Steuerungsmöglichkeit wirklich effizient. Wärmedämmung und Solar alleine reicht dafür nicht mehr aus.

Dr. Helmuth Gesch gibt Tipps für interessierte Bauherren:
Fragen Sie sich beim Thema Hausautomatisierung, was Sie bei dieser relevanten Liste weglassen würden. Dann haben Sie Ihre wichtigsten „intelligenten“ Elemente.

  • Vernetzung aller hausinternen Anlagen
  • Steuerung der Jalousien
  • Überwachung der Verbraucher (Licht, Küche etc.)
  • Ferndiagnose möglich
  • Sicherheitsfunktionen (Video, Rauchmelder)
  • Optimierung/Überwachung der Versorgung in der Zukunft
  • Aufzeichnung der Hausdaten zwecks Optimierung
  • Strom-Wärmespeicherung

http://concept-consult-service.de/de/index.html