Die Inszenierungen der Aussteller und ihr Angebot an die Individualisierbarkeit der Sanitärprodukte zeigen, dass der Wunsch des Badnutzers bei der Industrie angekommen ist. Armaturen in Schwarz oder Weiß, Messing oder Kupferfarben setzen nicht nur edle Akzente zu Hölzern und Fliesen, sie bilden auch schon mal Kontraste zu starken Primärfarben oder zarten Pastelltönen von Wänden, Schrankfronten oder farbigen Keramikwaschbecken.

Mit dem Lifestyle kommt auch (wieder) Farbe ins Bad. Dieselben Maßstäbe, die an Wohnzimmer und Küche gestellt werden, legen Badplaner und Innenarchitekten, Designer und Sanitärhersteller auch an die Ästhetik der sanitären Raumplanung. Die Trendexperten von Pop up my Bathroom beobachten auch die Einrichtungstrends im Möbelbereich sowie im gesamten Interior Design. Die hier herrschende Trendvielfalt lässt immer mehr Farbe zu. Warum also nicht auch im Baddesign? Dabei sind sich die Macher von Pop up my Bathroom sicher, dass weiße Sanitärkeramik in Deutschland weiterhin Standard in der Badplanung bleiben wird. Farbe kommt mit Armaturen, Badmöbeln, Regalen, freistehenden Badewannen, weiteren Möbeln, Textilien, Böden und Wänden sowie Accessoires ins Bad. Paradoxerweise sieht Frank A. Reinhardt, Trendexperte der Intitiative Pop up my Bathroom, gerade Weiß als eine der Trendfarben im Baddesign: „Weiß ist aktuell im Einrichtungsbereich eine Trendfarbe, die für Minimalismus, Bauhaus, stylisches Ambiente und für eine moderne Inneneinrichtung steht. Doch da Weiß im Badezimmer seit Jahrzehnten als ‚Nicht-Farbe‘ ohne jeden Eigencharakter eingesetzt wurde, erscheint vielen dieser Trend im Widerspruch zu modernem Baddesigns zu stehen. Weiß wird nicht gleich als Trendfarbe wahrgenommen, weil das Umbruch-Gefühl ausbleibt. Es ist schwerer, Weiß im Badezimmer so zu verwenden, dass seine Modernität sichtbar wird.“ Dennoch würde Reinhardt eher auf Grau als neue Trendfarbe im Bad setzen: „Grau ist in absehbarer Zeit das neue Weiß und eignet sich hervorragend als Ausgangsbasis für alle Farbkombinationen und Gestaltungen im Badezimmer.“ Genauso wie Weiß hat auch Grau eine große Palette an ganz unterschiedlichen Neutraltönen anzubieten – vom warmen Greige über kühle Schiefertöne, vom hellen Maus- bis zum modernen Beton-Grau ist alles möglich.
Daneben hat auch die Braun-Palette wieder Chancen im Bad. Eine im angesagten Nougat gestrichene Wand bringt in Kombination mit hellem Holz, wie etwa helle Eiche, sofort Gemütlichkeit ins Bad und ist zeitlos. Im Zusammenspiel mit Accessoires in ergänzenden aktuellen Akzentfarben – etwa in Petrol, Türkis, Orange oder Koralle, einem ins Beige gehenden Altrosa, Ultraviolett oder mit zu Olive und Braun passenden Senftupfern – wird das Badezimmer mit völlig staubfreien Brauntönen zum Lifestyle-Bad.   Trendsetter wagen sich auch schon mal an kräftige Farbklänge – etwa von Petrol oder Grün mit Koralle –, die an Indien oder exotische Umgebungen erinnern. Ein dunkles Ambiente wirkt besonders edel und chic, gerade in derzeit angesagten klassischen Arrangements mit warmen Holztönen und Metalleffekten. Zeitloser ist etwa ein Bad in edlem Schwarz oder in einem ganz minimalistischen Weiß-in-Weiß, das auch sehr elegant wirken kann. Hinzu kommen noch Optionen von Mustern, die mit Fliesen, Tapeten, Textilien oder auch edlen Holzoberflächen in 3D-Optik integriert werden können. Das Angebot ist groß.

Wer ganz sicher gehen will, auch im Bad den ‚richtigen Ton zu treffen‘, sollte sich an Profis wenden. Badplaner erstellen gemäß den Bedürfnissen des Auftraggebers und den räumlichen Bedingungen für jeden das perfekte Badezimmer. Die deutsche Sanitärindustrie bietet hierzu mit ihren Farbpaletten und dem Angebot verschiedener Farbmilieus bewusst Hilfestellung an.