Solarthermie bietet Brauchwasserausbereitung auf einfachste Art und Weise. Eine Lebendsauer von über 25 Jahren und einer absehbare Amortisation sprechen dafür.

Ein Blick zurück zeigt, seit Anfang der 90ger Jahre hat sich die Anlagenanzahl vor allem zwischen 2006 und 2010 mehr als verdoppelt. Danach ging es bergab. Dank verstärkter Solarthermie-Förderung seit 2016 mit Zuschüssen für Solarthermieanlage von bis zu 3.600 Euro ist diese Technik für Alt- wie Neubau, für Warmwasser und Heizung wieder interessant. Die Gründe sind schnell aufgezählt: Die Energieverbrauchskennwerte zeigen im Querschnittsvergleich mit Gebäuden ohne Solarwärmenutzung Unterschiede um 15 Prozent. 15 Prozent weniger fossile Brennstoffe und mehr klimafreundliche Energie für die Erzeugung von Warmwasser und Heizenergie. Energetisch ist Solarthermie auf jeden Fall sinnvoll. Aber auch wirtschaftlich hat Solarthermie durchaus ihre Berechtigung. Vor allem im Altbau, ist es oft die einzige Alternative. Sollen Böden und Wände nicht aufgehackt werden oder steht die Abkehr von Gas bzw. Öl nicht zur Diskussion oder aber eine komplette Dämmung ist aus Kosten- und Zeitgründen nicht möglich, kommt Solarthermie zum Zuge. Eine beliebte Kombination, ist Solarthermie und Holzpellets. Eine wirtschaftlich sinnvolle Lösung, auch im direkten PV-Vergleich. Ökologisch liegt der regionale, nachwachsende und CO2-neutrale Brennstoff ganz vorne - vorausgesetzt er ist entsprechend zertifiziert. Das sehen auch viele Endverbraucher so. Die Kombination Pellets und Solarthermie ist auch für Miets- oder Mehrfamilienhäuser und dem mehrgeschossigen Wohnungsbau interessant. Hier bietet auch der Neubau einen Markt. Mehrgeschossige Neubauten bedürfen großer Heizleistung. Überall dort, wo höhere Vorlaufzeiten realisiert werden müssen, ist eine Wärmepumpe also nicht die ideale Lösung. Anstatt größerer Wärmepumpen, die natürlich die Investitions- und Betriebskosten in die Höhe jagen, ist ein Pelletkessel mit Solarthermie eine effiziente Alternative.

Gleichzeitig kann dank dieser Heizkombination das Gebäude viel wirtschaftlicher gebaut werden, da die extreme Wärmedämmung wegfällt, die für die effiziente Funktion von  Wärmepumpen nötig ist.