Wenn es um das Thema „Licht im Badezimmer“ geht, gilt es viel zu beachten. Angefangen bei den Basics wie den Leuchtmitteln bis hin zur optimalen Platzierungen. Deshalb lassen wir einen der führenden Hersteller in der Lichtbranche zu Wort kommen. Paulmann Licht – ein Familienunternehmen mit Hauptsitz im niedersächsischen Springe und Aktivitäten in rund 40 Ländern. Die Produktmanagerin Jessika Tilsner gewährt ein paar interessante Einblicke in die Welt des Lichts im Badezimmer:

Welche Beleuchtungstrends gibt es derzeit für das Badezimmer?
Das Bad gewinnt zunehmend an Bedeutung, es verwandelt sich mehr und mehr von einem zweckmäßigen Ort der Körperhygiene zu einer Wellness- und Entspannungsoase. Das „Spa-Feeling“ rückt in den Vordergrund und damit auch die optimale Beleuchtung des Feuchtraums. Bei der Badezimmerbeleuchtung lassen sich verschiedene Trends – auch in Kombination – beobachten. Zum einen sorgt flächiges Licht, durch Panels und andere flache Deckenleuchten, für eine gute Ausleuchtung zum Wachwerden, Schminken und Rasieren. Zum anderen schaffen LED Stripes nahezu unsichtbare, indirekte Lichtquellen, die eine besonders gemütliche Atmosphäre erzeugen. Gerne auch in Farbe. Viele moderne Einrichtungsstile haben wir den Skandinaviern zu verdanken. Nach „Hygge“ dominiert nun „Lagom“, das für Balance steht. Bei diesem Trend verleiht der Einsatz von natürlichen Materialien wie Holz und Beton dem sonst eher kühlen Badezimmer eine angenehme, warme Atmosphäre. Auf Designmessen sehen wir immer häufiger neben der klassischen Armatur-Farbe „Chrom“ auch viele Armaturen in Gold, Kupfer oder Schwarz – und auch vor der Beleuchtung macht diese Entwicklung nicht halt. Angesagt im Bad sind Pendelleuchten in Kombination mit schwarzen, goldenen oder kupfernen Kopfspiegellampen.

Worauf sollte man bei der Beleuchtung des Badezimmers besonders achten?
Die Anforderungen an eine Badezimmerbeleuchtung sind vielseitig – morgens helles Licht zum Aufwachen, abends warmes Licht zum Entspannen. Ideale Lichtverhältnisse im Home-Spa werden durch eine Kombination aus Grundbeleuchtung, Spiegelbeleuchtung und dekorativem Licht geschaffen. Eine ausreichende Grundbeleuchtung von mindestens 300 Lumen pro Quadratmeter sorgt für Orientierung und Sicherheit im Bad. Dank ihr sehen wir Gefahrenquellen wie Stufen und Pfützen auf dem Boden sofort. Deckenleuchten, Panel und Einbauleuchten eigenen sich ausgezeichnet für die Grundbeleuchtung. Je nach Raumhöhe kommen aber auch Pendel infrage.
Viele Leuchten können gedimmt werden – auf diese Weise kann die Lichtstimmung je nach Bedürfnis angepasst werden. Beim Kauf einer neuen Leuchte gilt es ebenso die Lichtfarbe zu berücksichtigen. Sie beschreibt, ob das Licht gelblich-warm oder bläulich-kühl ist. Mit unserem „Tunable White“-Sortiment lässt sich die Lichtfarbe individuell von Tageslichtweiß bis Warmweiß einstellen. So kann ich morgens dank hellem, kühlen Licht leichter wach werden, wenn ich mich auf den Tag vorbereite und abends bei warmem Licht in der Badewanne entspannen. Am Morgen helfen Spiegelleuchten beim Schminken und der Rasur. Um ein möglichst authentisches Spiegelbild zu erhalten, sollte das Licht gleichmäßig und diffus in warmweißer Farbtemperatur leuchten. Zwei Leuchten, eine links und eine rechts, neben dem Spiegel sorgen für eine gute Ausleuchtung. Je nach Spiegelgröße kann aber auch eine horizontal über dem Spiegel angebrachte Leuchte ausreichen. Eine weitere Variante besteht darin, den Spiegel rundum zu beleuchten. Hierfür eignen sich beispielweise LED Stripes sehr gut. Es sollte darauf geachtet werden, nicht in den Spiegel hineinzuleuchten, das schmerzt in den Augen. Wer Wert auf ein Home-Spa legt, darf auf keinen Fall Deko- bzw. Akzentbeleuchtung vergessen! Einzelne Lichtpunkte lockern die Atmosphäre auf und machen aus einem einfachen Badezimmer eine echte Wohlfühloase. Farbige LED Stripes in Ecken und Nischen oder unter Regalen zaubern tolle Effekte. Die Beleuchtung im Badezimmer muss zusätzlich aber auch technischen Anforderungen gerecht werden. Hierbei spielt der IP-Schutz eine besonders wichtige Rolle. Dieser gibt an, wie gut eine Leuchte vor dem Eindringen von Wasser geschützt ist. Welche IP-Schutzart benötigt wird, hängt von der Position der Leuchte ab. Im Bereich der Badewanne oder Dusche müssen die Leuchten zum Beispiel die IP-Schutzart 67 haben. Badleuchten von Paulmann bieten durch eine doppelte Isolation einen weiteren elektrischen Schutz.

Wie lassen sich die Lichtverhältnisse im Bad verbessern, ohne gleich bauliche Maßnahmen vorzunehmen?
Mit ein paar einfachen Handgriffen lässt sich die Beleuchtung im Badezimmer kinderleicht verbessern. Wenn die Deckenbeleuchtung zu dunkel ist, wird sie gegen eine neue, moderne LED Deckenleuchte ausgetauscht. Handelt es sich um eine Standardfassung wie E27 reicht es bereits oftmals, das Leuchtmittel auszutauschen. Besonders praktisch sind moderne LEDs mit smarter Steuerung oder Leuchtmittel, mit denen die Farbtemperatur und Helligkeit eingestellt werden kann. Wer keinen Dimmer eingebaut hat, kann auch Leuchtmittel mit 3-Step-Dimm nutzen.  Durch mehrmaliges Betätigen eines handelsüblichen Lichtschalters wird die Lampe in drei Stufen gedimmt. Zu dunkle Spiegelleuchten lassen sich ebenfalls durch neue, hellere Modelle ersetzen. Wenn klassische Spiegel im Bad zum Einsatz kommen, können diese z.B. mit Spiegelklemmleuchten aufgewertet werden. Mit LED Stripes lassen sich indirektes sowie dekoratives Licht hervorragend kreieren. Die Stripes können z.B. unter dem Waschtisch oder um den Spiegel herumgeklebt werden und verleihen dem Feuchtraum eine tolle Atmosphäre. Sind Stromausläse in der Wand vorhanden, bieten sich Wandstrahler an, die sowohl zur Spiegelbeleuchtung dienen können aber auch jenseits des Spiegels eine spannende Raumatmosphäre schaffen, indem sie die Wand- oder Fliesenstruktur betonen oder auch Lichteffekte zaubern wie der Paulmann-Spot „Sabik“.