Viel Licht, Holz und klare Linien bestimmen die Räume – auch das Badezimmer. Bereits in der Rohbauphase stand das Familienbadezimmer im Planungsfokus. Die Größe ergab sich ganz automatisch, da alle Zimmer im oberen Geschoss eine ähnliche Größe haben sollten.

In diesem Fall 10,4 qm. Nicht zu viel und nicht zu wenig, aber es erforderte doch einigen Planungsaufwand. Wichtig war der Familie, keine zusätzlichen Trennwände unterzubringen, sondern alle Möbel und Sanitärelemente an den Wänden entlang zu platzieren, um so den Raum optimal zu nutzen. Deshalb ließ sich das Paar noch in der Rohbauphase in einem Badstudio beraten. Wenn man heute das Bad betritt, steht die Badewanne im Fokus. Eine freistehende Badewanne, die, aber wandseitig integriert wurde.
„Trotz der organischen Wannenform wollte ich eine klare Linie im Bad, komplett eingefliest war keine Option“, erzählt die Bauherrin. Das keramische Weiß harmoniert perfekt mit den Fliesen im Holzlook. Boden und ein Großteil der Wände nehmen das Thema Holz gestalterisch auf. Weiße Fugen verstärken die filigrane Holzoptik. Ein wichtiges Kaufkriterium war der 10 cm breite Wannenrand. „Für Familien mit Kindern ist das im Alltag wirklich wichtig“, bestätigt die Mutter von zwei Kindern. So können die Eltern beim Baden ihrer Kinder gemütlich darauf sitzen und Spielzeuge etc. problemlos darauf abstellen oder abtropfen lassen. Gegenüber findet sich ein maßgefertigtes Waschtischmöbel. Der 1,80 m lange und 50 cm tiefe Schrank wurde individuell geplant – aus gutem Grund. „Ich wollte einen langen Waschtisch, der mit der Wand abschließt. So ist es pflegeleichter und bietet maximale Stauraumfläche. Mit den Standardmodellen am Markt hätten wir mit einer Lücke von 20 cm zwischen Waschtisch und Wand leben müssen. Also haben wir unseren Waschtisch selbst kreiert und vom Schreiner anfertigen lassen“, so die Bauherrin. Richtung Fenster findet sich ein extra Handtuchfach plus zusätzliche Ablage. Rechts ist der Waschtisch länger als links. „Ein asymmetrisches Modell wie dieses konnten wir im Katalog nicht finden. Außerdem wollten wir nicht die Standardhöhe, sondern alles etwas niedriger gestalten, damit das, doch relativ große Möbel, dezent wirkt“, erzählt die Bauherrin weiter. Das gewünschte geradlinige, natürliche Design in Nussbaumoptik wirkt zurückhaltend und trotzdem wahrnehmbar. Ganz bewusst wurde nicht die Eichenoptik der Fliesen aufgegriffen, sondern ein Kontrastholz gewählt, das perfekt harmoniert – Nussbaum furniert war die Wahl. Direkt darüber, ein klassischer Spiegelschrank. Der 1,60 m lange, 4-flügelige Schrank hängt mittig über den zwei Waschbecken. Eine LED-Leiste zieht sich über die gesamte Schrankbreite. Um den Materialfaden des Bodens nochmal in Kleinformat aufzunehmen, wurde das Element mit einer Leiste in Eichenholz umrahmt. Auf der anderen Seite wurde die geflieste, 1,40 x 1 m große Dusche platziert. Ein Standardmaß, das der Familie zusagte. „Im Duschbereich wollten wir auf keinen Fall Hochglanzoberflächen verbauen. Ein pflegeleichter Duschbereich, in dem Kalkflecken nicht sofort sichtbar sind, war unser Wunsch.
Vor allem die Bodenfliesen sind auf Grund ihrer Holzoptik sehr dankbar. Haare etc. sieht man kaum“, erklärt die Bauherrin erfreut. Nur bei der Armatur ist die Bauherrin nicht ganz glücklich.

„Chrom Hochglanz war die falsche Wahl. Schon nach wenigen Monaten ist die filigrane Optik der Armatur durch Kalkflecken beeinträchtig. Wir müssten diese nach jedem Duschen abtrocknen, aber außer meinem Mann, macht das keiner im Haushalt“, gesteht die Bauherrin lachend.