Die Luftqualität wird in ppm gemessen. „ppm“ bedeutet „Parts per Million“, also Volumenteile pro Million Volumenteile - sprich, wie viel Prozent CO2 sich anteilig in der Luft befindet. Die Norm DIN 1946 legt den für die Raumbelüftung empfohlenen Maximalwert auf 1500 ppm fest.

Zum Vergleich: Frischluft von draußen hat meist einen Wert zwischen 350 ppm und 500 ppm. Eine Wohnung hat im Durchschnitt zwischen 500 ppm und 1000 ppm, 800 ppm gilt hier noch als gutes Maß. Schlechte Luft ist gleichzusetzen mit verbrauchter Luft. Bei einem Wert von über 1000 ppm sollte gelüftet werden. Übersteigt der Wert die 2000 ppm-Grenze, muss gelüftet werden, da dies bereits bedenklich für den Körper ist.

Das Raumklima in den eigenen vier Wänden oder im Büro kann starken Einfluss auf die körperliche Gesundheit, Produktivität und das allgemeine Wohlbefinden nehmen.

CO2 breitet sich besonders in kleinen Räumen sehr schnell aus und übersteigt die empfohlene Grenze von 800 ppm bis 1000 ppm. Aber auch Schlafzimmer und Aufenthaltsräume sind häufig betroffen, da eher unregelmäßig oder viel zu kurz gelüftet wird. 

Woran man eine erhöhte CO2-Belastung erkennen kann

• Kopfschmerzen oder Schwindelgefühl, allgemeines Unwohlsein

• Müdigkeit, Unproduktivität oder Kraftlosigkeit (bei über 1000 ppm)

• Konzentrationsschwierigkeiten (bei über 1500 ppm)

• Starker Husten bis hin zur Atemnot oder gar Bewusstlosigkeit.

Für Asthmatiker besonders gefährlich, da sich die Atemfrequenz stark erhöht. Der hohe CO2-Anteil in der Luft „vergiftet“ sozusagen den Körper, da er den Sauerstoff aus dem Blutkreislauf verdrängt und die Zellen nicht mehr richtig versorgt werden.

Wahrscheinlich ist nun der erste Gedanke: Dann wird eben gelüftet, dann ist wieder genug Frischluft im Raum. Die CO2-Konzentration sinkt zwar durch das Lüften und beeinträchtigt nicht mehr unmittelbar das eigene Wohlbefinden.

Die Schwierigkeit hierbei ist, den exakten CO2-Level festzustellen, denn genau diesen will man ja wissen! Und genau hier setzt die intelligente Gebäudetechnik mit CO2-Sensoren an. 

Mit der richtigen Gebäudetechnik überwacht Ihr Zuhause die CO2-Konzentration eigenständig und Sie müssen dafür nicht mal was tun. Das ist nicht nur sehr komfortabel, sondern gleichzeitig auch energieeffizient dank der automatischen Belüftungsfunktion. Elsner Elektronik bietet hierzu verschiedene CO2-Sensoren als Einzelgeräte oder Kombigeräte an, sowie für verschiedene Systeme.

Eine Variante für den Einsatz in jedem Gebäude ist die kompakte Lüftungssteuerung AQS/TH-PF, die kein Bus-System benötigt. Das Kombigerät mit Sensorik und Steuerungstechnik automatisiert die Belüftung über Fenster/Lüftungsgeräte und zeigt den exakten CO2-Wert im Display an.

Sie wird einfach im Schalterprogramm des Gebäudes integriert und mit dem Fenster/Lüftungsgerät verbunden. So einfach kann CO2-Erfassung und automatische Belüftung sein!

Für die CO2-Messung in Gebäuden, die mit der KNX-Gebäudebustechnik ausgerüstet sind, eignen sich zum Beispiel die Wandsensoren KNX AQS/TH-UP gl und KNX AQS/TH-UP Touch. Sie kombinieren verschiedene Funktionalitäten wie Temperatur- und Feuchtigkeitserfassung mit der CO2-Messung.

Sind Fenster oder Lüftungsgeräte per KNX-Aktoren ansteuerbar, veranlassen die Sensoren das automatische Öffnen/Schließen der Fenster bzw. das An-/Ausschalten der Lüftung, um die Luftqualität im Raum wieder auf ein angenehmes Niveau von unter 1000 ppm zu bringen.

Und keine Sorge: nächtliches Öffnen der Fenster zum Lüften kann durch manuelle Zeitvorgaben unterbunden werden. Oder Sie nutzen diese Zeitschaltfunktion gezielt aus, damit z. B. besonders frische und kühle Luft am Morgen den Raum erfüllt.

Eine Möglichkeit den CO2-Gehalt visuell darzustellen bietet der Raum-Controller Corlo Touch KNX. Das Display kann unter anderem die genauen Werte oder eine textbasierte Aufforderung zum Lüften anzeigen. Zusätzlich kann die integrierte Ambientebeleuchtung des Geräts verwendet werden, die bspw. auf die Farbe Rot wechselt, um dadurch auf die schlechte Raumluft aufmerksam zu machen.