Zahlen zeigen, knapp 30 Prozent der Energie und etwa 70 Prozent der Wärme, die aus erneuerbaren Energieträgern gewonnen werden, basieren auf der Ressource Holz.

Deutschland verfügt über einen Holzvorrat von etwa 4 Milliarden Kubikmeter – mehr als die meisten anderen Länder der EU. Nachhaltige Forstwirtschaft wird groß geschrieben. Laut der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzer e.V. (AGDW) wächst der Holzvorrat in deutschen Wäldern pro Jahr um bis zu 120 Millionen Kubikmeter.

Rechnerisch reicht dieser Zuwachs, um den derzeitigen und künftigen Bedarf an Brennholz in Deutschland zu decken. Kunden mit hohem Anspruch an Komfort, dem Wunsch nach maximaler Versorgungssicherheit durch möglichst regionale Lieferanten sowie Lagerung vor Ort und natürlich einer ökologischen Überzeugung sind bei Pellets gut aufgehoben.

Das bestätigt auch eine Kurzstudie des Deutschen Biomasseforschungszentrums (DBFZ): Fast  80 Prozent der bemängelten Staubemissionen stammen aus Einzelraumfeuerungsanlagen. Der Anteil von Holz-Zentralheizungsanlagen (Pellet-, Hackschnitzel- und Stückholzkessel) beträgt nur ca. 20 Prozent.

Für die Effizienz und Emissionsreduzierung wird von Seiten der Hersteller, aber auch der Energielieferanten, viel getan. So ist die Professionalität der Pellet Lieferanten seit der neuen ENplus-Zertifizierung gestiegen. Diese garantiert eine hohe, internationale Qualitätsnorm sowie größtmögliche Transparenz in der Lieferkette.

Im Gegensatz zu den niedrigen Betriebskosten einer Holzheizung, wirken die hohen Anfangsinvestitionen oft abschreckend. Kunden reagieren deshalb auf die Auskunft zur Förderung für Holzheizungen über die BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) sehr positiv. Egal ob im Bestand oder Neubau, es gibt verschiedenste Fördermöglichkeiten.

Bei Hackschnitzel- und Pelletheizungen liegt die Untergrenze sogar bei 3.500 Euro. Wichtig  zu beachten, für Anlagen, die ab dem 1. Januar 2018 in Betrieb gehen, muss der Antrag bereits vor der Auftragsvergabe an den Handwerker beim BAFA eingereicht werden. Erst nach der Eingangsbestätigung darf mit den Maßnahmen begonnen werden.

Nur Planungsleistungen dürfen bereits vor Antragsstellung erbracht werden. Ob und wie schnell sich beispielsweise eine Pelletheizung amortisiert, hängt stark von der Höhe der Förderung ab. Verglichen mit einer Ölheizung und dem typischen Bedarf eines Einfamilienhauses liegt die Ersparnis aller Fixkosten bei wenigen hundert Euro.

Vergleicht man Pellet mit einer Ölheizung zeigen sich einige Nachteile: die höheren Investitionskosten trotz Förderung, der größere Lagerraum der benötigt wird, der höhere Wartungs- und Reinigungsaufwand, eine geringe Flexibilität bei einem späteren Heizquellenwechsel. Dafür sprechen die niedrigen, sehr konstanten Brennstoffkosten, die Unabhängigkeit von einem politisierten Brennstoff, dessen Preis mit Angebot und Nachfrage nicht mehr erklärbar ist, und, ganz klar – die ökologische und nachhaltige Art zu heizen.

Um das Thema Komfort von Holzheizungen möglichst schnell voranzutreiben, arbeiten alle Hersteller an der Weiterentwicklung der Steuerungstechnik. Stichwort „Smart Home“.