Ein Bad wird heute nicht mehr nur zur Körperhygiene genutzt, sondern gilt als wichtiger Wohn- und Entspannungsraum. Geist und Körper stehen hier im Einklang. Die Menschen sind auf der Suche nach innovativen Produkten, die ihren Anforderungen an Individualisierung, sich verändernden Familienstrukturen und dem demografischen Wandel gerecht werden: Produkte sollen funktional und ästhetisch sein. Zeitgleich steigt die Akzeptanz für technische Innovationen, die für optimale Entspannung sowie Gesunderhaltung sorgen und einen bisher vernachlässigten Spaß-Faktor ins Bad bringen.

Eine komfortable Toilettenbenutzung

Die Toilette ist beispielsweise häufig ein Tabu-Thema. Dabei ist heutzutage eine nahtlose Kombination aus Funktion und Design möglich: Die hygienische Spülleistung korrespondiert mit der Eleganz einer klaren WC-Linienführung und minimiert gleichzeitig mühsamen Reinigungsaufwand. Ideal Standard widmet sich dem Problem, dass in herkömmlichen Toiletten gut 20 Prozent der Fläche vom Spülwasser unberührt bleiben: „Mit unserer innovativen Spültechnologie werden nahezu 100 Prozent der WC-Schüssel ausgespült“, erklärt Thomas Kreitel von Ideal Standard. Als einer der ersten Sanitärkeramikhersteller brachte Keramag 2012 spülrandlose, reinigungsfreundliche WCs auf den deutschen Markt.

Eine besondere Innovation für mehr Komfort beim Toilettengang sind Dusch-WCs von Geberit: Sie reinigen den Po auf Knopfdruck mit einem warmen Wasserstrahl und zahlen so auf die Hygiene ein. „Was nützt das schönste Bad, wenn unangenehme Gerüche das Wohlbefinden stören?“, fragte sich auch Veit Szpak von Mepa. Deren automatische WC-Geruchsabsaugung durch das Spülrohr sorgt für die direkte Entfernung von unangenehmen Gerüchen.

Digitalisierung im Mehrgenerationenbad

Im Sinne der Silver Society erleichtert ein WC, das sich per Knopfdruck bis zu acht Zentimeter nach oben oder unten fahren lässt, die alltägliche Routine im Badezimmer. „Eine WC-Betätigungsplatte, bei der das Auslösen der gewünschten Spülmenge berührungslos stattfindet, ergänzt den Komfort“, meint Dirk Thielker von Viega. Daneben bieten Geberit und Viega auch sogenannte Fernbetätigungen an, die statt im Rücken des Nutzers auch neben der Toilette beziehungsweise im Umkreis von 1,7 Meter um den Spülkasten platziert werden können.

Für alle Generationen eignen sich auch bodenebene geflieste Duschen. „Diese sind hoch belastbar und auch für Rollstühle geeignet“, so Thielker. Anbieter wie Geberit, Mepa oder Viega bieten eine Vielzahl an Abläufen an: Dank verschiedener Einbauvarianten sowie unterschiedlichen Formen und Designs von Bodenabläufen oder Duschrinnen lassen sich die Duschplätze individuell gestalten.

Die richtige Temperatur macht’s

Technisch ausgereift und gleichzeitig intuitiv zu bedienen: Für optimalen Badespaß können Badewasser-Temperatur und Füllhöhe bei Viega individuell ausgewählt, für bis zu drei Personen abgespeichert und über eine Memory-Funktion immer wieder abgerufen werden. Sobald der gewünschte Wasserstand erreicht ist, stoppt der Zulauf automatisch. Nicht nur die Temperatur des Badewassers kann digital einfach gesteuert werden. Ideal Standard bietet auch einen Armaturenkörper, der die gesamte Metalloberfläche isoliert und so ebenfalls zuverlässig vor Verbrühungen schützt.

Spaß und Erholung im Badezimmer

Insbesondere der Trend Female Shift begünstigt laut einer Geberit Studie den verstärkten Einzug digitaler Elemente im Badezimmer: Diesem Trend zufolge streben Frauen nach beruflicher Autonomie. Daraus resultiert eine veränderte Rollenverteilung in der Familie, Männer werden stärker in die Kindererziehung und -pflege einbezogen und verbringen dementsprechend mehr Zeit im Bad.

Ihr Faible für Technik verstärkt den Einzug technischer Innovationen und bringt echte Mehrwerte mit sich: Komfort, Sicherheit und Individualität. Ausgeklügelte Wasserchoreografien aus Licht, Nebel und Duft beim Duschen oder komplett in die Badewanne integrierte Audiosysteme sind nur einige Beispiele für den technischen Fortschritt im Badezimmer. „Wir sehen großes Potenzial, mit der Digitalisierung auch das Thema Gesundheit fest im Bad zu verankern“, berichtet Inga Liesenjohann von Dornbracht. „Von Kneipp-Güssen bis zu kompletten Treatments ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten, gesundheitsfördernde Maßnahmen in den Alltag zu integrieren.“

Dies ist gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und einem wachsenden Gesundheitsbewusstsein entscheidend. So ermöglicht Dornbracht beispielsweise ein Wassererlebnis im Sitzen, das mit verschiedenen Auslassstellen und Strahlarten ein Höchstmaß an Wellness bietet. „Auf Knopfdruck auszuwählende Szenarien wie De-Stressig, Balancing oder Energizing entfalten eine ausgleichende, entspannende oder belebende Wirkung“, so Liesenjohann. Gleichzeitig wirken die digitalen Features dem Zeitdruck und Stress der schnelllebigen Gesellschaft entgegen und runden so ein optimales Wohlfühl-Erlebnis ab.

Nachhaltige Wassererlebnisse

„Was die Bewegungsfreiheit im Alter oder bei körperlichen Einschränkungen verbessert, sorgt auch bei der jüngeren Generation für steigenden Komfort: Bodenebene Duschen, Dusch-WCs und digitale Innovationen bieten nachhaltig Flexibilität und setzen optische Akzente“, weiß Wolfgang Burchard, Sprecher von Blue Responsibility. Sie sorgen für ganzheitliche, nachhaltige Wassererlebnisse für Körper, Geist und Seele.